Montag, 21. März 2016

Kalou, Haraguchi. Zack, Bum. Die Rückschau auf das Hertha-Spiel



Berlin. Meine 89. Auswärtsfahrt mit den Schanzern, war irgendwie eine Besondere. Auch wenn ich schon mal im Berliner Olympiastadion war, hat es immer etwas Magisches dort hin zu fahren. Mein letzter Berlin-Ausflug war sechs Jahre her. 2010 also. Und wieder rum acht Jahre war es her, dass ich zum ersten Mal in der Bundeshauptstadt war. Also 2002. Zwischen den Trips liegen also immer lange "Wartezeiten." Doch dieses Mal war es wieder soweit.
Auch wenn man bei einem Auswärtsspiel nicht viel sieht außer das riesige Olympiastadion, ist es immer toll in Berlin zu sein. Man kann nur erahnen, was man alles in der 4-Millionen-Metropole sehen kann. Vom Olympiastadion aus, dass im Westend im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf liegt, sieht man an einer Kreuzung, den Berliner Fernsehturm.
Das Olympiastadion besitzt eine Geschichte, die wohl einzigartig in Deutschland ist. Gebaut für die Olympiastadion 1936, für die WM 2006 großzügig saniert. Und trotzdem ist noch sehr vieles vom "Ursprungsbau" erhalten. Dass gegen Ingolstadt nur 45.000 Menschen ins Stadion kamen, verwunderte mich sehr. Die Hertha ist Tabellendritter, spielt einer der besten Saisons seit langer Zeit. Aber wahrscheinlich liegt es an den hohen Ticketpreisen. Jedenfalls ist es Schade, dass erst einmal bisher das Olympiastadion ausverkauft war. Die Berliner Hertha hätte es sich verdient, öfters vor einem vollen Stadion zu spielen. Aber nun erst mal zum Spiel.

Imposant ist es das Stadion in Berlin. Ein Prachtbau, ein Stück deutscher Geschichte. Das Spiel dagegen wird nicht in die Fußball-Geschichte eingehen. Zumindest die erste Hälfte. Höhepunkte  zum Notieren, gab es fast keine. Nur einen Torschuss der Hertha aus ca. 30 Metern, der knapp über die Latte ging. Und ein Plattenhardt, der erst sich selbst anschoss, den Ball doch aufs Tor lenken konnte, weil Kalou seinen Kopf hinstreckte. Ansonsten eine höhepunktarme Partie. Was auch daran lag, dass der FC04 wieder seine "eklige" Spielweise an den Tag lag. Spieler doppeln, Räume verdichten. Sinnbildlich dafür. Einen Hertha-Spieler hetzten gleich drei Schanzer hinterher. Sodass der Berliner keine Wahl mehr hatte, als den Ball ins Aus zu spielen.
In der zweiten Hälfte gestaltete sich die Partie schon deutlich attraktiver. Dann wurde kurios. Lezcano wurde gefoult. Die Hertha schaltete blitzschnell. Währenddessen jeder auf den Pfiff des Schiedsrichter wartete, flankte Kalou schon von Außen und Haraguchi schob aus wenigen Metern zur Führung ein. Man kann es sehen wie man möchte. Entweder, eine Frechheit das der Schiedsrichter nicht abpfiff. Oder kaltschnäuzige Hertha, die diese Situation pfeilschnell ausnutzte zur Führung. Wie dem auch sei. Berlin führte. Ingolstadt war bemüht die Spielkontrolle wieder an sich zu reißen. Doch das zweite Tor ließ nicht lange auf sich warten. Dieses Mal waren die Rollen anders verteilt. Roger mit einem Abspielfehler, Matip kann den Ball nicht zurückgewinnen. Und dieses Mal flankte der bärenstarke Haraguchi und Kalou traf zum 2:0. Die Ingolstädter Abwehr sah nicht gut aus. Die Verteidigung schlief kollektiv. Die Flanke segelte an den zweiten Pfosten. Und schon war es geschehen. Es deutete sich an, dass die Schanzer im sechsten Aufeinandertreffen mit den Hauptstädtern, nicht gewinnen kann. Bisher lautete die Bilanz: 2 Siege Berlin, 3 Remis, 0 Siege Ingolstadt. Hoffnung keimte allerdings dann später doch noch auf. Hasenhüttl wechselte den Anschlusstreffer ein. Cohen flankte und Hinterseer köpfte ein. Der Ball kullerte gemächlich über die Linie. Man war sich zwischenzeitlich nicht sicher, ob der Ball vor der Linie am Pfosten hängen bleibt. Doch er überquerte die Linie. Die Schanzer versuchten nochmal mit allen Mitteln, ein Remis zu entführen. Doch die gereifte Hertha, konnte Ingolstadt in Schach halten.
Am Ende verloren die Schanzer nach vier Remis in Folge wieder. Die kommenden Aufgaben werden nicht leichter. Zwar ist der Klassenerhalt zum Greifen nah. Doch der FC04 hat noch genug Arbeit vor sich, ihn entgültig einzutüten. Mit Schalke und Borussia Mönchengladbach kommen richtig schwere Gegner in den Sportpark. Zumal sich beide ein Kopf-an-Kopf-Rennen, um den direkten Champions League Platz. Beide brauchen Punkte unbedingt Punkte. Aber beide Teams sind Wundertüten. Zu unkonstant. Manchmal mit Glanzauftritten, manchmal mit schlechten Spielen. Da beide Teams recht offensiv agieren, kommt die Spielweise den Schanzern entgegen. Vor allem weil bei uns endlich die Stürmer treffen. Hinterseer erlebt seinen "zweiten" Frühling in dieser Saison. Moritz Hartmann ist aktuell der beste Torjäger der Schanzer und nähert sich einem Torkonto, mit zweistelligen Wert. Lezcano traf und auch Leckie hat wieder getroffen. Also gute Voraussetzungen für die kommenden Spiele.
Für Festspiele. Doch die Schanzer haben in dieser Saison des Öfteren schon gezeigt, dass auch die "großen" Brocken für sie machbar sind. Gegen Schalke und Gladbach gab es in der Hinrunde, Remis. Also warum dieses Mal, keine Siege?


Die nächsten Partien der Schanzer:
Samstag, 02.04 gegen den FC Schalke 04
Samstag, den 09.04 gegen VfL 1900 Borussia Mönchengladbach

Mittwoch, 2. März 2016

Da Lukas ist wieder da!


Lukas Hinterseer ist wieder da! Nachdem er am ersten Spieltag in Mainz, den ersten Bundesliga-Treffen der Schanzer in der Geschichte erzielte, traf der Österreicher und Publikumsliebling lange nicht mehr.
In der Hinrunde gehörte Hinterseer zu den Verlierern beim Ingolstädter Stammpersonal. Immer häufiger wurde der Stürmer ausgewechselt. Die Fans warteten darauf, wann bei Hinterseer der Knoten denn endlich platzen wird.
Hinterseer hat keineswegs seine Torgefährlichkeit verloren. Der Stürmer ist mehr oder weniger Opfer, des aufwendigen Spiels der Schanzer. Beim FCI verteidigt die Abwehr sehr hoch. Und auch die Stürmer sind angewiesen ihre Gegenspieler bereits frühzeitig zu attackieren. Dies soll dazu führen, dass die Gegner, Fehler machen und die zweiten Bälle dann verwertet werden können. Hinterseer machte genau das. Er attackierte, torgefährlich in Szene setzen konnte, er sich dagegen nur noch selten.
Hinterseer wurde gegen Bayer 04 Leverkusen und den FC Augsburg spät eingewechselt. Ein Denkzettel für Hinterseer. Doch dieser Denkzettel zeigte Wirkung. Denn jetzt ist Hinterseer fast eine Tormaschine geworden. Zuhause beim 2:0 gegen Bremen, schoss er den Foulelfmeter ins Netz. In Hamburg gelang ihm per Kopf das 1:1. Und gestern krönte er eine tolle Kombination der Schanzer mit einem Tor. Und wieder hallte es durch den Sportpark "Hinterseer, Hinterseer, Hey, Hey!" Mit vier Toren ist Hinterseer nun der zweitbeste Torschütze hinter Moritz Hartmann. Hartmann büßte dagegen seinen Stammplatz mal wieder ein. Aber Hartmann ließ schon öfters verlauten, dass er dies nur als zusätzliche Motivation sehe. Hinterseers neun Tore vom Vorjahr, scheinen machbar zu sein. Also Lukas, gib Gas. Damit es auch weiter im Sportpark hallt: "Hinterseer, Hinterseer, Hey, Hey!"

Montag, 29. Februar 2016

Ein Bild und seine Geschichte VI: Als Demir in Pfullendorf traf. Ein Bild aus Regionalliga-Zeiten


Stefan Leitl, Ersin Demir und Steffen Wohlfahrth hatten im August 2007, allen Grund zum Jubeln. Sie waren die Torschützen beim 3:0-Sieg in Pfullendorf. Damals versuchte der FCI unter Trainer Jürgen Press, Richtung zweiter Liga  zu marschieren. Dies gelang am Ende, wie wir alle wissen, Thorsten Fink. Jürgen Press, der mit den Ingolstädtern, Bayerischer Meister wurde, musste in der Winterpause seinen Hut nehmen.
Doch wer tummelte sich damals beim FCI in der Mannschaft? Im Tor gab es natürlich nur einen. Michael Lutz. Die Abwehr bildeten Mario Neunaber, Malte Metzelder, Michael Wenczel und Heiko Gerber. Im Mittelfeld agierten Stefan Leitl, Marcel Hagmann, Daniel Jungwirth und Andreas "Zecke" Neuendorf. Im Sturm wirbelten Steffen Wohlfahrth und Ersin Demir.
Sie waren auch später die Aufstiegshelden der Schanzer. Die ersten großen Helden der Ingolstädter. Doch der eine oder andere fragt sich, wo ist denn jetzt Pfullendorf?


Pfullendorf liegt im Landkreis Tübingen, Nahe am Bodensee in Baden-Württemberg. Heute spielen die Pfullendorfer in der Oberliga Baden-Württemberg. Jetzt heißen die Gegner, Bremen, Hamburg, Bayern München und Schalke 04. Damals hießen sie noch: Ludwigshafen, Pfullendorf, Reutlingen, Kassel und Elversberg. So lange ist das gar nicht her. Aber gefühlt doch eine Ewigkeit.

Ekelhaft. Aber der Erfolg gibt mehr als Recht - die Nachlese zum HSV-Spiel


Als "ekelhaft" bezeichnete HSV-Spieler Lewis Holtby unsere Schanzer nachdem 1:1 im Volksparkstadion. Das die Hamburger nach ihrer 1:0-Führung allerdings nicht mehr viel taten um das Spiel  zu gewinnen, erwähnt der Mittelfeldspieler allerdings nicht.
Anstatt selbstkritisch zu sein, warfen die Hamburger Spieler mit Kritik nach dem FCI. Bruno Labbadia lieferte selbst die Ironie des Tages. Im kleinen, kompakten und sehr dünnen Stadionmagazin des HSV meinte der Trainer: "Wir wären ja dumm, wenn wir nicht auf die Ingolstädter Standards vorbereitet wären."
Vorbereitet war der HSV scheinbar weder auf die Spielweise unserer Schanzer noch auf die Standard-Stärke. Denn das 1:1 durch Hinterseer, wurde mal wieder durch einen Standard von Groß eingeleitet. Noch Fragen?
Freilich war das Spiel im Volksparkstadion vor über 50.000 Zuschauern kein Leckerbissen. Die Frage ist allerdings auch, muss es das immer sein? Gewiss nicht. Ingolstadt zwingte dem Gegner mal wieder sein Spiel auf. Aggressives Gegenpressing, sehr hoch verteidigen, in die Zweikämpfe gehen und die zweiten Bälle konsequent in Ballbesitz und Offensivaktionen verarbeiten. Überraschend ist dies mittlerweile nicht mehr. Denn der FCI agiert die ganze Saison schon so. Und das mit großen Erfolg. Mit 30 Punkten steht man solide in der Tabelle da. Mit dem Abstiegskampf hatten die Schanzer diese Saison noch nie etwas zu tun. Der HSV versuchte seine eigene spielerische Schwäche an diesem Tag mit einem Seitenhieb, Richtung Oberbayern zu übertünchen. Doch jedem Spielbeobachter viel auf, dass die Hamburger immer noch verstanden haben, wie man seinen Gegner zur Verzweiflung bringt. Kampf und Leidenschaft zeigten die Norddeutschen, die in den letzten zwei Saisons sich schmeichelhaft über die Relegation retteten, jedenfalls nicht. Umso überraschender kommen solche Reaktionen. HSV-Coach Labbadia äußerte sich auf der Pressekonferenz auch zum 1:1. Und verwies erstmal darauf, dass vor der Torchance, die dann zur Ecke führte, sein Spieler Holtby gefoult wurde. Das ist richtig. Nur der ewige Bundesligist hatte auch genug Zeit das Spiel zu gewinnen.
In der Bundesliga kann es schon mal ruppig zugehen.


Das Ingolstädter Spiel ist nicht immer ansehend und berauschend. Allerdings effektiv. Als Aufsteiger muss man so in der Liga agieren um eine Chance zu haben. Trotziges motzen, benachteiligt geworden zu sein, wie beim HSV ist unangebracht. Außer man ist klar besser gewesen. Das allerdings war nicht der Fall. Der Aufschrei der Schanzer nachdem Dortmund-Spiel hatte eine klare Berechtigung. Wäre hier ein Sieg dringewesen. Und nicht nur einmal lag der Schri daneben.
Die Aufsteiger die in den vergangenen Jahren mit Hurra-Fußball die Liga erfreuten, stiegen am Ende meistens sang- und klanglos ab. Der SC Paderborn stieg vergangenes Jahr bei 7 Siegen - 10 Remis und 17 Niederlagen mit einer Tordifferenz von -34 und 31 Punkten als Letzter ab. 2013/2014 erwischte es die Eintracht aus Braunschweig bei 6 Siegen - 7 Remis und 21 Niederlagen, einer Tordifferenz von -31 bei 25 Punkten. Die Niedersachsen waren ebenfalls Schlusslicht nach 34 Spieltagen. Trotz teilweise tollen Auftritten. Punkte brachten ihre Art zu Spiele indes nicht. Der Rückstand aufs rettende Ufer betrug damals sieben Punkte. Ein Jahr zuvor sagte Greuther Fürth mit einem noch deutlicheren Rückstand, Tschüss Oberhaus. 21 Punkte holten die Franken und gewannen nur vier Spiele. Neunmal gab es ein Remis und 21 Niederlage. 21 Punkte und ein Rückstand von 12 Punkten auf einen Nicht-Abstiegsplatz bedeuteten am Ende, deutlich den Wiederabstieg in Liga zwei.
Bereits jetzt weist das Punktekonto vom FCI, 30 Punkte auf. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze wächst und wächst. Und es werden wahrscheinlich noch mehrere Siege folgen. Das die Schanzer mit ihren "ekligen" Spielweise die Gegner "nerven." Ist gewiss nicht die Schuld der Ingolstädter. Sondern die der Gegner. Sich über die Spielweise des Gegners aufzuregen, bedeutet auch immer selbst, keine Lösungen zu haben.
Der HSV hat hingegen aus seinen zwei Relegationskrimis nichts gelernt. Zumindest ein paar Spieler nicht. Würden die Hamburger in der zweiten Liga spielen. Würden sie wissen, dass es oft nur über den Kampf und Willen geht. Über die Bemertkung Holzbys würden Zweitligisten umso mehr nur lachen.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Das Bild und seine Geschichte V: Als der Beste, Tschüss sagte!





Der Leitwolf durfte duchspielen. Dann war es nach einer kurzen Nachspielzeit vorbei. Stefan Leitl, ich adelte ihn mal als besten Spieler den der FC Ingolstadt 04 je hatte, hängte seine Schuhe an den Nagel.


Gegen den 1. FC Köln machte Stefan Leitl, sein letztes Pflichtspiel als Profi für den FC Ingolstadt 04. Er prägte jahrelang das Spiel der Schanzer. Als offensives Herz der Truppe. Sei es als Torjäger, Vorlagengeber oder Antreiber. Leitl war immer da. Unter Tomas Oral fand sich Leitl zwar des Öfteren auf der Bank wieder. Als die Fans und das Umfeld Druck machten, wurde der "Unverzichtbare" doch wieder aufgestellt. Beim Heimspiel gegen Köln 2013, fiel für ihn dann der letzte Vorhang.
Ich befand mich an diesem Wochenende in Landshut auf dem Pfingstlager der VCP-Region Isar. Ich reiste eigens für das Spiel von Landshut an. Um das letzte Spiel, von meinem Lieblingsspieler zu sehen. Leitl war sichtlich gerührt, als er am Ende, Richtung Südtribüne ging. Allerdings merkte man ihm auch an, dass er kurzen Prozess machten möchte. Abpfiff, kurz verabschieden und ab in die Kabine. Ganz verloren ging Leitl den Schanzern dennoch nicht. Erst trainierte er die U23 in der Regionalliga Süd. Aktuell leitet er die U-19 in der 1. Fußball-Bundesliga. Der Leitwolf blieb bei seinem Herzensklub. Seine Bilanz lässt sich sehen. Von 2007 - 2013 spielte der Mittelfeldspieler für die Schanzer. Er erzielte in 151 Spielen, 37 Tore und bereitete 35 Kisten vor. 2010/2011 spielte er die Saison seines Lebens. Mit 13 Toren in 27 Spielen und neun Vorbereitungen.


Stefan Leitl, eine Legendes Vereins. Und der beste Spieler der den Verein je hatte. Danke Stefan!

Dienstag, 23. Februar 2016

Das Bild und seine Geschichte IV: Jubel in Koblenz





16. Minute. Markus Karl trifft nach Vorlage von Andreas Buchner zum 1:0. Es bedeutete auch den Endstand in Koblenz. Die Schanzer beenden damit eine gute Hinrunde in ihrer Premieren-Zweitliga-Saison 2008/2009 auf Platz 12 mit 21 Punkten. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt sieben Punkte. Mit sechs Siegen, drei Remis und acht Niederlagen, ist die erste Hinserie in Liga zwei gut zu Ende gegangen.
Mit dem Rückrundenstart ging allerdings es bergab. Die Schanzer gewannen 16 Spiele in Folge nicht mehr. Erst am 34. Spieltag folgte ein 4:0 gegen die TuS Koblenz. Da war der Abstieg allerdings schon besiegelt. Aus sieben Punkte Vorsprung, wurden sieben Punkte Rückstand aufs rettende Ufer. Thorsten Fink musste gehen und Horst Köppel konnte nicht die Wende einleiten. Eine lehrreiche Saison. Und ein Abstieg der nie nötig gewesen wäre, sah es doch nach der Hinrunde doch so gut aus.
Markus Karl hatte trotzdem bei diesem Spiel allen Grund zum Jubeln. Der gebürtige Niederbayer blieb noch bis 2013 in Diensten der Schanzer. Danach wechselte er zu Union Berlin. Und da gelang Markus Karl, ein Treffer gegen die Schanzer. Mittlerweile kickt der defensive Mittelfeldspieler für den 1. FC Kaiserslautern.

Freitag, 19. Februar 2016

Das Bild und seine Geschichte III: als das Warten ein Ende hatte



"In einem kampfbetonten und bis zum Schluss spannenden Donaustadt-Derby sicherten die Schanzer gegen die Donauabwärts liegenden Regensburger durch ein 4:2-Sieg drei Punkte. Damit hat das lange, zähe warten auf einen Derbysieg seit August 2008 in Liga zwei - endlich ein Ende!!!"


Tja. Das war eine Genugtuung. Der FC04 gewann im November 2012, 4:2 gegen den Jahn Regensburg. Ein Derby, dass für die Zuschauer einiges bot. Eine einfache Partie war es gewiss nicht. Aber am Ende stand der erste Derbysieg seit 2008 in der zweiten Liga! Auf diesem Foto jubelt Stefan Leitl. Er glich in der 48. Minute zum 1:1 aus. Er scheiterte erst beim Elfmeter. Der Nachschuss saß aber dann. Eines von vielen Toren an diesem Tag.


Ihr wollt nochmal von diesem geilen Derby lesen?
Dann hier der Blogpost vom November 2012:
http://www.schwarzrot-blog.de/2012/11/derbysieger-hey-hey.html


Beim nächsten Teil von "Das Bild und seine Geschichte" spielt auch wieder Stefan Leitl die Hauptrolle. Ihr dürft gespannt sein.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Das Sechs-Punkte-Spiel. Das Heimspiel gegen Bremen wird richtungsweisend





26 Punkte nach 21 Spielen in der Bundesliga und Platz 12 in der Tabelle. Das lässt sich als Aufsteiger durchaus sehen. Der FC Ingolstadt 04 steckte bisher noch nicht richtig im Abstiegskampf. Mit 14 Toren in 21 Ligaspielen, kann man von einer bahnbrechenden Effektivität sprechen. Kein Team in der Liga hat so wenige Tore geschossen wie die Schanzer. Und mit 23 Gegentoren stellt man aktuell die drittbeste Abwehr (hinter Bayern München 10, Leverkusen 22 und Hertha BSC 23).
Trotz alledem sollte der Blick auf die Tabelle mahnend zur Kenntnis genommen werden. Am Samstag gastiert der SV Werder Bremen. Der Double-Sieger von 2004 steckt wie schon in den Jahren zuvor im Abstiegskampf. Zu inkonstant sind die Hanseanten in dieser Saison. Deswegen verwundert Platz 16 in der Tabelle wohl kaum.


Das Spiel gegen die Bremer ist deswegen ein Sechs-Punkte-Spiel. Die Bremen liegen aktuell sechs Punkte hinter den Schanzern. Allerdings wird die Luft im Keller dünner. Vor den Bremern stehen aktuell Eintracht Frankfurt (21 Punkte, 15.), FC Augsburg (21, Punkte, 14.) und der SV Darmstadt (24 Punkte, 13.). Die Schanzer brauchen nach der Niederlage gegen VfL Wolfsburg (2:0), dringend Punkte, wenn nicht sogar einen Sieg um sich weiter Luft zu verschaffen. Ein Sieg würde den Blick wieder weiter nach oben richten. Denn mit 29 Punkten steht der 1. FC Köln aktuell auf Platz neun.


Bremen sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. In der Liga ist Bremen eindeutig die Wundertüte. Nach einer 5:1-Pleite in Gladbach, ließen die Bremer einen 3:1-Sieg im Pokalviertelfinale in Leverkusen folgen. Vergangene Woche folgte ein 1:1-Remis beim Abstiegsgipfel gegen Hoffenheim. Ein Remis das keinen so recht weiterhalf. Doch auch die Bremen brauchen unbedingt Punkte um aus dem Keller zu kommen. Umso mehr bekommt dieses Spiel dann eine besondere Würze.


Das die Bremer Potenzial besitzen, zeigten sie zur Beginn der Saison. Am vierten Spieltag standen sie auf dem sechsten Tabellenplatz und starteten gut in die neue Runde. Gegen die Schanzer verlor Werder in einer temporeichen und engen Partie. Der Sieg der Schanzer war letztlich verdient. Mit dem dritten Auswärtssieg in Folge, schrieben die Schanzer sogar Geschichte.








Für die Schanzer stehen aktuell also richtungsweisende Wochen an. Am Samstag geht es gegen Werder Bremen, dann reisen die Ingolstädter zum Hamburger SV. Anschließend geht es zuhause gegen Eintracht Frankfurt. Also machbare Aufgaben. Die allerdings mit viel Konzentration und unbedingten Willen angegangen werden müssen. Intern dürfte die Konkurrenzsituation im Sturm hoffentlich Früchte tragen. Um das Sturm-Trio Hartmann, Lezcano und Leckie, scharren auf der Bank Lex, Hinterseer und Kachunga mit den Füßen um eingesetzt zu werden. Auf einmal hat Ralph Hasenhüttl sechs potenzielle Stürmer in seinem Kader, die auf eingesetzt werden wollen.


Ein weiteres Problem bleibt die Chancenauswertung der Schanzer. Aus vielen Chancen, fallen nach wie vor zu wenige Tore. Diese Tatsache beraubte die Ingolstädter schon öfters um wichtige Punkte. Gegen Bremen können die Schanzer einen wichtigen und großen Schritt, Richtung Klassenerhalt machen. Sollte das Spiel gegen Werder nicht mit einem Sieg enden, könnte schnell Unruhe einkehren. Genau, das will eben keiner. Es liegt am Team, diese Unruhe zu vermeiden und weiter Geschichte zu schreiben.




1. Bundesliga, 22. Spieltag
FC Ingolstadt 04 - SV Werder Bremen
Sportpark, Ingolstadt - Anpfiff: 15:30 Uhr


Bisherige Bilanz: 1 Spiel, 1 Sieg für Ingolstadt